Harrys Alpentour 2021 Teil 1

Unser Vereinsmitglied Harry Fürst hat sich auch in diesem Jahr auf eine anspruchsvolle Bike-Packingtour über viele Alpenpässe aufgemacht. Er berichtet in Wort und Bild über seine Tour, die er mit einem Gravel-Bike samt 15 kg Gepäck meistert.

Wir bedanken uns sehr für seine Freigabe von Text und Bilder für unsere Homepage.

Hier seine lesenswerten Zeilen:
Am ersten Tag ging es von Nizza über den Col d‘Eze nach Menton zumBaden im warmen Mittelmeer. Im letzten Jahr bin ich hier abgebogen, diesmal fahre ich weiter bis Ventimiglia in das wunderbare Royatal aufwärts. Nicht nur bei uns, auch hier haben Unwetter schlimme Verwüstungen angerichtet, es gab auch einige Tote Das ganze Tal besteht aus einer endlosen Folge von Baustellen. Die Auffahrt zu meinem Tagesziel Tenda war während der Bauarbeiten komplett gesperrt und wurde erst am Abend freigegeben.
Der Colle du Tenda am nächsten Tag war ein tolles Erlebnis. In 46 Kehren auf wenigen Kilometern zum Pass hoch. Hin und wieder konnte man auf Asphaltresten fahren, überwiegend war es Naturstraße in nicht allerbestem Zustand. Großartig war der Blick nach unten auf die endlose Serpentinenfolge. Die Abfahrt nach Limone Piemonte war dann wieder gut asphaltiert. Als Zugabe ging es über die Madonna so Colletto nach Demonte. Damit hatte ich das Valle Stura im Piemont erreicht. An diesen zwei Tagen bin ich außer in den Tälern keinem Radfahrer begegnet.
Heute gab es eine Monsteretappe. Zum Warmfahren 25 km und 1700 Höhenmeter auf den Colle dei Morti. Überraschend hat es zugezogen und die Passüberquerung erfolgte 2 Stunden im Regen. Genauso lange ging es auf der anderen Seite wieder hinunter ins Valle Maira. Schon nach 3 km ging es wieder aufwärts, der Himmel inzwischen strahlend blau. Nochmals 1300 Höhenmeter auf den Col di Sampeyre mit grenzenlosen Fernsicht. Nach der Abfahrt bin ich jetzt in Sampeyre im Valle Varaita auf einem sehr schönen Campingplatz gelandet. Das waren heute stramme 3000 Höhenmeter, davon viele im zweistelligen Prozentbereich. Ach ja, 15 kg Gepäck habe ich ja auch noch dabei. Mein neues Gravelrad läuft prima.
Morgen kommt mit dem Col d‘Agnel der dritthöchste Alpenpass und dann wäre ich kurzzeitig wieder in Frankreich. Mir gehts gut..
Liebe Grüße aus dem Piemont. Ich schicke noch ein paar Fotos hinterher:

PS: Hier geht es zu den anderen Berichten…

Teil 2
Teil 3

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