Monumente der Südalpen

Eine Reise dorthin, wo die Alpen am einsamsten sind mit quaeldich.de und 30 Teilnehmern, unterteilt in 3 Gruppen. Am Samstag 22.08. fuhren Ketten-Klaus (Unna) Alu-Harald (Bonn) Thomas und ich gemeinsam zum Start nach Nizza. Abends beim Briefing währen dem Abendessen wurden wir eindringlich auf die Corona-Regeln hingewiesen!

1. Etappe
Entlang der Côte dAzur

Endlich ging es Punkt 09 h los. Wir fuhren entlang der Promenade auf guten Radstraßen (vorbildlich).
Danach ging es gleich rauf auf den Col de l Eze und alle kamen ins Schwitzen schon 25 Grad. Über Menton ( hier endet die Route des Grand Alpes) wieder rauf auf den Col de Castillon zur Mittagsverpflegung. Zur Bergankunft auf den Col de Turini fuhr unser Quartett gemeinsam. Die Straßen perfekt, denn am Sonntag fuhren die Profis die gleiche Strecke nur umgekehrt.

Ein gelungener Anfang. Im Hotel alles Bilder von der Rallye Monte Carlo, Walter Röhrl ist vor Ort Publikums Liebling.

2. Etappe 

Kehrenreich ins Piemont nach Cuneo Italien (IT)

Der Grenzpass zwischen Frankreich und Italien ist ein Mythos. Der Reihe nach, zuerst fuhren wir den Col de Turini runter und es fing gleich an zu regnen, wurde immer schlimmer mussten anhalten. Nach 10 Minuten fuhr Thomas weiter und meldete dann nach 10 km Sonne. Anfahrt zum Tende war problemlos über den kleinen Breil-sur-Roya.
Die Durchfahrt im Tunnel ist für Radfahrer verboten. Folglich mussten wir die letzten 4 km über Naturstraße. Grauenhaft, je höher desto grösser die Steine.
Unser Freund Gerhard Rieger kennt die Strecke per Motorrad. War dann im Flow und drückte die Strecke durch bis mich Schafe ausbremsten. Der Rest ging dann zur Sicherheit zu Fuß bis zur Passhöhe. Da es wieder anfing zu regnen, folgte ein Zeitfahren bis ins das schöne Städtchen Cuneo, Bella Italia.

3. Etappe

Traumhafter und sauschwerer Agnello

Nachdem wir alle unsere Räder geprüft hatten, Material super, ging es heute nach 30 km flach auf den Colle Dell Agnello, der 2746 m hohe Grenzpass zwischen Italien und Frankreich. Der dritthöchste Pass der Alpen nach Iseran und Stilfser Joch, aber allgemeine Meinung am schwersten zu fahren.
Thomas hatte gute Beine und verabschiedete sich von der Gruppe bis zur Passhöhe. Ich musste Tribut zollen für den Vortag und musste langsamer fahren.
Die Abfahrt war ein Traum, warm und super Straße. Nach 40 km erreichten wir Guillestre, Frankreich (FR).

4. Etappe

Herrliche Hochprovence I

Eine sagenhafte Tour aber auch eine lange Etappe 130 km. Gleich nach dem Frühstück auf den Col de Vars. Über Jausiers und Barcelonnette folgte der sensationelle Aufstieg bei 35 Grad auf den Col dAllos, kein Auto, kein Motorrad, tolle Schluchten und Serpentinen.
Sagenhaft würde Tomfi sagen, und er war noch geiler. Den dritten Pass Colle Saint-Michel führte uns zum Etappenort Annot. Bei der Abfahrt fuhr ich leider über einen Stein, Schrecksekunden, konnte aber gut aussteuern und kein Plattfuß.

5. Etappe

Herrliche Hochprovence II

Durch die sehenswerte Landschaft, die über die Fotos, nicht so gut rüber kommt, sind wir auf den Col de la Cayolle gefahren. Tolle Auffahrt, wieder 35 Grad warm. Anschließend Abfahrt bis nach Barclonnette, am Fuße der sagenumwobenen Cime de la Bonette.

6. Etappe 

Auf das Dach der Tour

Nach 10 km Einrollen ab Jausiers 20 km Auffahrt auf den Col de la Bonette (2715) und die Zusatzschleife Cime de la Bonette (2802). Unten tolles Wetter und oben arschkalt.
Lange Abfahrt und das Wetter sah nach Regen aus. Nun machte Thomas 40 km Druck von vorne. Bei km 130 km, kam dann Hagel und Monsumregen. Anhalten war keine Option, nur noch 5 km. Patschnass am Hotel angekommen besorgte Thomas gleich Kaltgetränke.

Schlussetappe

Schluchten der Provence und wieder Monsumregen

Nach dem Frühstück folgte gleich der Col de Saint Raphael bei Nieselregen. Danach folgte die sagenhafte Clue dAiglun zum Col de Bleine. Zwischendurch Kaffeepause in einem kleinen Bergdorf, einfach toll.
Bei der Abfahrt vom Bleine regnete es sich ein und wurde immer stärker. So stark, dass wir nichts mehr sahen und anhalten mussten. Nach 15 Minuten weiter, normal tolle Abfahrt, aber es pisste wahnsinnig. Endlich erreichten nach 50 km Pisse unfallfrei unser Hotel. Gut gemacht. Eine tolle Woche ist vorbei, tolle Gruppe.

Radsport ist wie ein Virus in deinem Blut. Hat es dich einmal erwischt, wirst du es nicht mehr los. Es gibt kein Gegengift.

Au Revoir Frankreich
Horst Huber

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